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CULTURE |
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Gestern und heute - Posener Familien der
Kultur, Kunst und der Wirtschaft
Firma
"J. Bogajewski. Hüte, Mützen" Führt die Familientraditionen
des Posener Betriebs "Kazimierz Bogajewski. Fabrik der Herren- und
Knabenkleidung" fort. Der Betrieb arbeitete bis 1939. Traditionsreich
ist auch der Betrieb, dessen Name nach 1945 folgendermaßen lautet: "Zenon
Bogajewski. Textilfabrik". Die Produktion nahm ihren Ausgang, als
im Jahre 1911 die Hutfabrik von Józef Walczak eröffnet wurde. Józef Walczak
war der Großvater von Gra¿yna Bogajewska, Stilistin und Designerin für
Hüte. Eine originelle, vage Form und ungewöhnliche stilistische Lösungen
bilden aus der Kopfbedeckung ein Kunstwerk, das fast in der ganzen Welt
gefragt ist. Die Firma exportiert ihre Erzeugnisse nach England, Österreich,
Frankreich, Holland, Litauen, Deutschland, in die Schweiz, in die USA,
nach Schweden und Italien. Dank der Zusammenarbeit mit dem Modehaus Laura
Ashley in London werden Hüte mit dem Logo von Bogajewski in den arabischen
Ländern, in Australien, Japan, Kanada, Weißrussland und in der Ukraine
verkauft. In Poznañ können sie in der Garbary-Str. 36 erworben werden.
In
der Bydgoska-Str. 5 in Poznañ kann man das "Glasmalereiatelier
Powalisz" besuchen, das im Jahre 1936 gegründet wurde. Es ist
vom vielseitig talentierten Künstler Stanislaw Powalisz gegründet worden.
Nach der Periode der Zwangsaussiedlung in den Jahren 1940-45 kehrt Familie
Powalisz nach Poznañ zurück, um ihre Arbeit fortzusetzen. Nachdem Stanislaw
1968 gestorben war, übernahm seine Tochter Maria Powalisz-Bardoñska den
Betrieb. Die Glasmalerei hat sie in der Firma ihres Vaters gelernt, außerdem
studierte sie Kunstgeschichte an der Adam Mickiewicz Universität und an
der Kunsthochschule (Fakultät für Skulptur) in Poznañ. Maria entwirft
sowohl monumentale als auch kleinere Glasgemälde. Für den ausführenden
Teil der Arbeit wird von ihren Söhnen Jakub und Jerzy Bardoñski gesorgt.
In der über 60-järigen Geschichte des Ateliers, in dem Glasgemälde sowohl
entworfen als auch angefertigt werden, sind Gemälde für über 200 kirchliche
und weltliche Gebäude in Polen und Europa entstanden. Die aufwendigsten
und wichtigsten Projekte sind Glasgemälde für die Kathedralen in Poznañ,
Warszawa, Gniezno, Pelplin und für das Bezirksgericht in Poznañ.
Die
"Buchbinderei Bronis³aw Lewandowski" wurde im Jahre 1920
in Poznañ gegründet. Ihre erste Niederlassung befand sich in der Jezuicka-Str.
3. Es war ein Dienstleistungsbetrieb, der Bücher in Leder und Leinen mit
Farbprägungen einband sowie schöne Buchbindergalanteriewaren herstellte.
Am Anfang des Krieges wurde die Firma von einem Deutschen übernommen,
Boles³aw Lewandowski befasste sich jedoch weiterhin mit der Leitung des
Betriebs. Als die Besatzungszeit zu Ende ging, wurde der Betrieb bei einem
Bombenangriff zerstört. Nach dem Krieg eröffnete Bronis³aw mit seinem
Sohn Tadeusz eine neue Niederlassung in der 27-Grudnia-Str.; 1950 wurde
sie in die Wroniecka-Straße verlegt, wo sie bis heute besteht. Dort arbeiteten
mit dem Vater drei seine Söhne, Buchbindereimeister: Tadeusz, Henryk und
Janusz. Die Firma wurde in zwei Betriebe aufgeteilt. Heutzutage widmet
sich dem Beruf des Buchbinders schon die dritte Generation von Lewandowski.
Der Sohn von Janusz arbeitet bei seinem Vater, und der Sohn von Tadeusz,
Marek, hat seine eigene Filiale in der Pó³wiejska-Straße eröffnet. Die
Maxime der angesehenen und mehrmals ausgezeichneten Buchbinderei lautet:
"Schnell, zuverlässig, sachkundig".
Familie
Bogajewicz. Nachdem Albin Bogajewicz in der Berliner Hofwagenfabrik von
Zimmermann den Meistertitel erlangt hatte, gründete er 1890 in Pniewy
seine eigene "Fabrik von Wagen, Pferdewagen und Karosserien".
Die sich rasch entwickelnde Firma machte sich auf dem Markt einen Namen,
indem sie Pferdewagen für den Landadel und reiche großpolnische Bauern
herstellte. Die Weltkrise der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg überstand
die Firma dank der Tatsache, dass Bogajewicz 1926 eine rentable Landmaschinenfabrik
gekauft hatte. 1931 wurde das Unternehmen von Leonard Bogajewicz übernommen.
Die Pferdewagenherstellung vernachlässigte er nicht, obwohl er finanzielle
Schwierigkeiten hatte und viel Geld in die rentablere Landmaschinenfabrik
investierte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Firma von einer widerrechtlichen
Verstaatlichung betroffen. 1954 setzte ein zögernder Wiederaufbau der
Firma ein. Unter der Leitung von Michal Bogajewicz befasste sich das Unternehmen
in den sechziger Jahren mit der Renovierung alter Wagen und es arbeitete
mit polnischen Museen zusammen. Entwicklung der Sammeltätigkeit sowie
Nutzung der Pferdewagen in Sport, Erholung und Touristik ermöglichten
der Firma auch im Exportbereich tätig zu werden. Der mit seinem Vater
zusammenarbeitende Sohn repräsentiert schon die nächste Generation des
Familienbetriebs, der heutzutage seinen Sitz in Pniewy, in der Poznañska-Str.
58 hat.
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